CO2 neutrale Ernährung

6 Tipps für eine klimafreundliche und günstige Ernährung

Rund 15 bis 25 Prozent der CO2-Pro-Kopf-Emissionen in Deutschland werden durch unsere Ernährung verursacht. Dabei ließen sich diese durch ein paar einfache Tricks erheblich senken. Dadurch tust du aber nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern sparst beim Thema Ernährung gleichzeitig noch einige Euro. Wie das geht, verraten wir dir im folgenden Text.

Tipp 1: Möglichst wenig Fleisch und tierische Produkte essen

Für die Herstellung von Fleisch wird viel Energie aufgewendet. Dies liegt schon alleine daran, dass die Tiere bis zur Schlachtung gefüttert werden müssen. Aber auch für die Produktion von Milchprodukten und Eiern wird Strom benötigt, der beispielsweise Gehege beheizt.

Du musst natürlich trotzdem nicht komplett auf Fleisch und tierische Produkte verzichten. Versuche aber einfach, den Konsum etwas herunterzufahren und bewusst zu genießen. Damit schonst du gleichzeitig deinen Geldbeutel, sind Obst und Gemüse doch in der Regel günstiger als Tierprodukte.

Tipp 2: Essen aus der Region

Bei nachhaltigem Konsum solltest du vor allem darauf achten, Produkte aus der Region zu kaufen. Denn Bananen aus Südamerika müssen erst um die halbe Welt geschifft werden, bevor sie in deinem Obstsalat landen. Selbiges gilt auch für weniger exotische Produkte, die bei uns wachsen.Versuche daher, möglichst direkt beim Bauer oder auf dem Markt zu kaufen.

Tipp: Gerade kurz vor Ende des Wochenmarkts bekommst du Top-Angebote. Denn die Standbetreiber nehmen die Ware ungern wieder mit zurück, meist muss sie dann weggeschmissen werden.

Tipp 3: Saisonal essen

Eng verbunden mit der Regionalität ist auch die Saison. Beispielsweise bekommst du bei uns auch im Winter Erdbeeren, deren Klimabilanz allerdings miserabel ist. Denn im Winter wächst die Beere nicht bei uns, weshalb sie aus Spanien oder Südamerika nach Deutschland transportiert werden muss. Zudem zahlst du viel Geld, wenn du dir den Luxus eines asaisonalen Einkaufs erlaubst. Erdbeeren sind beispielsweise außerhalb der Saison doppelt bis dreimal so teuer wie im Spätsommer – vom Geschmack ganz zu schweigen.

Tipp 4: Bio ist oft der richtige Anhaltspunkt

Beim Einkauf von Bioprodukten machst du in der Regel (!) schon einiges richtig. Denn Lebensmittel aus ökologischem Anbau sind nachhaltig und verursachen meist weniger Emissionen als herkömmliche Produkte. Biobauern verzichten nämlich auf Stickstoffdünger und Kraftfutter aus Südamerika. Zudem unterstützt du nicht nur das Klima, sondern beispielsweise auch die heimische Landwirtschaft an sich, den Verzicht auf Gentechnik und eine artgerechte Tierhaltung.

Infografik: Jeder Fünfte kauft gar kein Bio | Statista

Noch immer setzen vergleichsweise wenige Verbraucher auf Bio-Produkte.

Doch Vorsicht, nicht jedes Biosiegel ist tatsächlich ein Garant für ein klimafreundliches Produkt. Es hängt immer davon ab, welche Kriterien das jeweilige Label für die Erzeugung von Lebensmitteln vorsieht. Es kann sogar vorkommen, dass ein gut geführter konventioneller Betrieb klimafreundlicher agiert als sein Biokonkurrent. Informiere dich daher ausgiebig auf den Seiten der Labels über deren Umgang mit dem Thema Klimaschutz.

Tipp 5: Frisch und unverarbeitet

Auf die Pommes im Stadion oder den Wein beim romantischen Abend zu zweit muss natürlich niemand verzichten. Dennoch hilft es dem Klima, wenn du eher frische und rohe Produkte isst. Denn je umfangreicher ein Lebensmittel verarbeitet und je länger es gekühlt wird, desto mehr Energie wird für die Herstellung benötigt.

Tipp: Viele industriell verarbeitete Lebensmittel kannst du einfach selbst erzeugen. Beleg beispielsweise deinen Pizzateig mit frischen Zutaten oder stelle aus Kartoffeln Pommes her. Dabei stößt du deutlich weniger CO2 aus als die Unternehmen und lebst meist noch deutlich gesünder, weil du auf Zusatzstoffe und viel Fett verzichtest.

Tipp 6: Energiesparen beim Kochen

Klimafreundliche Ernährung hat nicht nur etwas mit Essen zu tun. In die Klimabilanz fließen auch Zubereitung, Lagerung und der Einkauf mit ein. Wer beispielsweise immer mit dem Auto zum Supermarkt um die Ecke fährt, schadet dem Klima – und meistens auch seiner Gesundheit.

Noch interessanter ist es allerdings, sich mit dem Energieverbrauch von Haushaltsgeräten zu beschäftigen. Denn Kühlschrank, Wasserkocher und Co. verbrauchen teils Unmengen an Strom, wenn sie mehr als 10 Jahre alt sind. Die Kosten für die Neuanschaffung hast du meistens schon nach wenigen Jahren raus.

Fazit: Gewohnheiten ändern und auf unnötigen Luxus verzichten

Sich klimafreundlich zu ernähren, ist eigentlich nicht schwer und bedarf auch keines großartigen Verzichts. Achte vor allem darauf, regional und saisonal einzukaufen. Damit senkst du nicht nur die CO2-Emissionen, sonst sparst auch viel Geld beim Einkauf. Dieses kannst du beispielsweise nutzen, um hauptsächlich Bio-Lebensmittel einzukaufen. Bedenke dabei aber immer, dass nicht nur das Essen selbst in die Bilanz einfließt und Kosten verursacht. Auch durch eine Erneuerung der Haushaltsgeräte kannst du deine Klimabilanz verbessern und gleichzeitig selbst viel Energie sparen.

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