Stromvergleich durchführen und bares Geld sparen

Mit einem Stromvergleich kannst du deine Stromrechnung deutlich senken. Jährlich sind hunderte Euro an Einsparungen möglich, wenn du dich für einen günstigeren Anbieter entscheidest. Dennoch scheuen sich noch immer viele Verbraucher vor einem Wechsel. Zu groß sei der Aufwand und die Gefahr eines Versorgungsengpasses. Wir wollen dir zeigen, warum beide Vorurteile nicht der Wahrheit entsprechen und wie du einfach einen kostenlosen Stromvergleich durchführst.

Ist die Versorgungssicherheit wirklich gewährleistet?

Bevor wir überhaupt auf den genauen Stromvergleich eingehen, wollen wir uns kurz der Frage widmen, ob es zu Stromausfällen wegen eines Anbieterwechselns kommen kann. Klare Antwort: Nein! Viele Verbraucher scheuen sich aber genau aus diesem Grund davor, zu günstigen Anbietern zu wechseln. Doch der Wechsel zwischen altem und neuem Anbieter verläuft in 99 Prozent der Fälle absolut reibungslos.

Und was ist mit dem übrigen Prozent? Da springen die Stadtwerke bzw. der örtliche Grundversorger ein. Dazu besteht sogar ausdrücklich die gesetzliche Pflicht, damit eben kein Haushalt in Deutschland ohne Strom auskommen muss.

Warum Stromvergleich durchführen?

In erster Linie sprechen natürlich Kostenersparnisse dafür, dass du einen Stromvergleich durchführst. Jährlich sind zwischen 200 und 2.000 Euro an Ersparnissen möglich. Abhängig ist das natürlich davon, ob du in einem Haus oder einer Wohnung wohnst und wie viele Haushaltsmitglieder es gibt. Zudem ist die Durchführung an sich einfach und anonym. Lediglich folgende Angaben musst du bei den meisten Anbietern machen:

  • Stromverbrauch
    Schau in deine letzten Stromabrechnungen und notiere deinen Verbrauch. Alternativ kannst du auch Schätzwerte verwenden. Singles verbrauchen etwa 2.000 kWh/Jahr, Paare rund 3.500 kWh/Jahr und Familien 5.000 kWh/Jahr. Sofern du nicht in einer Wohnung, sondern einem Einfamilienhaus wohnst, kannst du zwischen 2.500 und 3.000 kWh/Jahr zusätzlich addieren.
  • Postleitzahl
    Der Anbieter des Stromvergleichs muss wissen, aus welcher Region du stammst. Denn nicht alle Stromerzeuger beliefern ganz Deutschland.
  • Ökostrom
    Bei fast allen Stromrechnern ist es mittlerweile möglich, nur Anbieter für Ökostrom anzeigen zu lassen.

Vorsicht! Auf diese 4 Dinge musst du beim Vergleich achten

Stromvergleich Anbieter

Die bekanntesten Vergleichsportale in Deutschland im Jahr 2012 – noch heute gehören die genannten Anbieter zu den größten am Markt. (Quelle: statista)

Nicht der günstigste Anbieter zuerst

Bei vielen Vergleichsrechnern wirst du feststellen, dass die Auflistung der Anbieter zunächst nicht nach dem Preis erfolgt. Es gibt dann so etwas wie eine „persönliche Empfehlung“. Empfohlen werden diese Stromanbieter aber in der Regel nur, weil diese den Betreibern des Vergleichsrechners eine hohe Provision für die Vermittlung bezahlen. Mittlerweile hat sich hierbei auch die Verbraucherzentrale eingeschaltet und geht gegen derlei Praktiken vor.

Verschiedene Rechner nutzen

Es ist wichtig, dass du nicht nur ein einzelnes Vergleichsportal für den Stromvergleich nutzt. Vergleiche auch die Ergebnisse der unterschiedlichen Websites nochmal miteinander, um wirklich das beste Angebot zu finden.

Wechselprämien

In der Regel wird dir auf den Portalen der Preis für das erste Vertragsjahr beim Anbieter aufgezeigt. Aber: Bei vielen Stromanbietern erhältst du für den Wechsel eine Prämie, die den Preis im ersten Jahr drastisch senkt. Ab dem zweiten Vertragsjahr kann es dann unter Umständen richtig teuer werden. Schalte daher entweder die Prämie in den Suchoptionen ab oder achte darauf, den Vertrag mit dem neuen Anbieter nur 12 Monate lang laufen zu lassen.

Preisgarantie

Nicht nur bei den Wechselprämien kann es gewisse Stolpersteine geben. Achte unbedingt darauf, dass für deinen Vertrag eine Preisgarantie existiert. Zumindest für das erste, am besten aber für die ersten beiden Vertragsjahre sollte der Anbieter den aktuellen Preis garantieren. Andernfalls wäre es möglich, mit einer gewissen Vorlaufzeit die Preise zu erhöhen. Der Stromvergleich wäre damit wirkungslos und müsste erneut durchgeführt werden.

Wie läuft der Wechsel ab?

Der Wechsel des Stromanbieters ist für dich als Verbraucher unkompliziert. Dadurch möchte der Gesetzgeber den Wettbewerb fördern. Nutze einfach die folgende, kurze Anleitung um einen günstigeren Stromanbieter zu finden:

  1. Rufe die Seite eines Vergleichsportals auf und wähle die Kategorie „Strom und Energie“.
  2. Trage deinen Verbrauch und deine Postleitzahl in die Eingabemaske ein. Klicke anschließend auf „Suchen“.
  3. Achte darauf, die Anbieter nach dem Preis zu sortieren und vertrauen nicht dem „Tipp der Redaktion“.
  4. Vergleiche die günstigsten Anbieter miteinander. Achte dabei auf die angesprochenen Punkte (Preisgarantie, Wechselprämie) und prüfe, wie lange dein Vertrag beim Anbieter laufen würde. Auch die Vertragsmodalitäten zur Kündigungsfrist solltest du kurz einsehen, falls du in Zukunft erneut deinen Anbieter wechseln möchtest.
  5. Entscheide dich für einen Stromanbieter und folge den Schritten des Vergleichsrechners. In der Regel übernimmt dein neuer Anbieter bzw. der Vergleichsrechner die Kündigung des alten Vertrages für dich. Auch die technische Umstellung läuft ohne Probleme und dein eigenes Zutun ab.

Fazit: Stromvergleich spart hunderte Euro

Wer einen Stromvergleich durchführt und zu einem neuen Anbieter wechselt, kann pro Jahr mehrere hundert Euro sparen. Der Vergleich ist über verschiedenste Portale im Netz möglich und kostet dich nur wenige Minuten deiner Zeit. Achte dabei unbedingt auf Aspekte wie Wechselprämien, die Preisgarantie und die Kündigungsfrist des neuen Vertrags. Anschließend übernehmen das Portal bzw. der neue Anbieter alle Aufgaben wie etwa die Kündigung beim alten Stromanbieter oder die Umstellung des Stroms.

Photovoltaikanlage – Lohnt sich die Investition noch?

Durch Sonnenlicht Energie gewinnen – möglichst ist das durch eine Photovoltaikanlage. Der Hype um die Solarzellen auf dem Dach ist zwar mittlerweile etwas abgeflacht, Anschaffung und Installation der Anlagen werden aber noch immer gefördert. Doch lohnt sich die Investition in die Photovoltaikanlage überhaupt? Und kann sie einfach an jedem Dach angebracht werden? Wir klären auf.

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Unter Photovoltaik ist die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie zu verstehen. Rein technisch ist das dadurch möglich, dass Solarzellen auf dem Dach einer Immobilie oder auf freien Feldern installiert werden. Sobald die Strahlen dann auf die Zellen treffen, werden Elektronen in Bewegung gesetzt, die wiederum Strom erzeugen.

Zwischen den einzelnen Photovoltaikanlagen existieren jedoch teils große Unterschiede. So können die Solarzellen aus verschiedenen Materialien bestehen, wobei kristalline Siliziumzellen derzeit den Markt dominieren. Aber auch andere Herstellungsarten können dafür sorgen, dass die Anlage Strom produziert. Wichtig ist daher, dass du bei der Beurteilung einer Photovoltaikanlage immer auf die Leistungsdaten schaust.

Welche verschiedenen Solarmodule gibt es?

Wenn du privat eine Photovoltaikanlage nutzen möchtest, musst du sie in der Praxis immer auf dem Dach installieren. Verankerungen im Boden sind zwar theoretisch möglich, nehmen aber viel Platz im schönen Garten weg. Nur wenn du auf dem Land wohnst und beispielsweise einen kleinen Acker dein Eigen nennen darfst, lohnt sich diese Installation. Ansonsten solltest du eins der folgenden Solarmodule nutzen:

  • Aufdachmontage: Installation über dem Schrägdach
  • Indachmontage: Das Solarmodul wird direkt in das Schrägdach integriert
  • Fassadenmontage: Die Zellen werden entweder vor der Fassade angebracht oder in diese integriert
  • Flachdachmontage: Auf einem Flachdach werden die Solarzellen schräg montiert, um möglichst viel Sonnenergie zu absorbieren

Grundsätzlich ist dabei eine Aufdachmontage bei Schrägdächern die günstigste Variante. Generell erzielen die Zellen bei einer Dachneigung von 35 Grad und der Ausrichtung nach Süden die höchsten Erträge. Schließlich ist die Sonne im Süden nicht nur am längsten zu sehen, sondern auch am stärksten. Rund 90 Prozent der Leistung kann erreicht werden, wenn es Abweichungen nach Südost oder Südwest gibt.

5 kurze Fragen und Antworten zu Photovoltaik

1. Kann ich eine Beratung für Photovoltaik in Anspruch nehmen?

Ja. Neben dem kostenlosen SolardachCheck, den wir dir gleich noch vorstellen, kannst du auch eine persönliche Beratung nutzen. Diese erfolgt in der Regel über die Verbraucherzentrale und findet zu absolut bezahlbaren Konditionen statt. Der Vorteil: Die Beratung ist komplett unabhängig, so dass du wirklich gute und hilfreiche Informationen erhältst.

2. Ist für die Photovoltaikanlage eine Baugenehmigung notwendig?

Grundsätzlich ist das nicht der Fall. Lediglich bei denkmalgeschützten Gebäuden, Überkopfanlagen oder Freiflächenanlagen ist ein Gespräch beim Bauamt in deiner Stadt nötig. Rufe aber im Zweifelsfall immer im zuständigen Bürgerbüro an, um sicher zu gehen.

3. Wer führt die Installation der Anlage durch?

Das kann nur ein Fachmann. Im Internet kannst du über das Handwerksregister oder die Photovoltaiknetzwerke erste Anlaufstellen finden. Frage unbedingt nach einem Kostenvoranschlag und vertraue nur wirklich fachkundigen Unternehmen. Dann dürfte die Montage nur zwischen zwei und drei Werktagen in Anspruch nehmen.

4. Muss die Photovoltaikanlage gewartet werden?

Grundsätzlich sind Solarstromanalgen sehr wartungsarm, weil sie komplett ohne bewegliche Teile auskommen. Ausgerechnet der Regen sorgt hierzulande für die notwendige Reinigung der Solarzellen. Dennoch sollte in regelmäßigen Abständen eine Wartung durchgeführt werden, um alleine die Garantieleistungen der Hersteller aufrecht zu erhalten.

5. Lohnt sich der Abschluss einer Versicherung für die Photovoltaikanlage?

Photovoltaikanlagen mögen robust sein, haben gegen starken Hagel oder schwere Stürme aber kaum eine Chance. Es empfiehlt sich daher, die Anlage mit in die Gebäudeversicherung aufzunehmen, auch wenn dadurch die Prämie steigen kann.

Kann ich auf meinem Dacht eine Photovoltaikanlage installieren?

solardachcheckJa. Zumindest lassen sich fast alle Dächer als Installationsort für die Solaranlage nutzen. Die einzige Voraussetzung besteht darin, dass eine ausreichend hohe Sonneneinstrahlung gewährleistet ist. Störend können somit Verschachtelungen wie Bäume, Nachbarhäuser oder Aufbauten wirken. Auch wenn sich in deiner Immobilie viele Dachfenster befinden, kann es problematisch werden.

Unser Tipp: Rechts im Bild siehst du den SolardachCeck von co2online. Die Website wird vom Bundesministerium für Umwelt unterstützt und informiert ausführlich über das Thema Photovoltaik. In den Rechner kannst du ganz anonym und unverbindliche die Daten deines Dachs eintragen. Anschließend ermittelt die Software, ob du Förderungen erhalten kannst und welche Photovoltaikanlage für dich in Frage kommt. Zusätzlich werden Aussagen zur Wirtschaftlichkeit getroffen, ohne dass du Werbung für bestimmte Anbieter bekommst.

Rentieren sich Photovoltaikanlagen überhaupt noch?

Pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden. Denn die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage hängt immer von mehreren Faktoren ab:

  • Kosten
    In den vergangenen Jahren sind die Preise für hochwertige Photovoltaikanalgen stark gesunken. Aber: Für Anschaffung, Einrichtung, laufende Kosten und gegebenenfalls einen Stromspeicher werden schnell mehrere tausend Euro fällig.
  • Förderung
    Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, kann laufend auf Fördermittel zurückgreifen. Dazu zählt insbesondere die Einspeisevergütung. Für jedes Kilowatt an Strom, der dem allgemeinen Netz zugeführt wird, zahlt der Bund eine Prämie. Wie lange diese noch läuft, ist allerdings unklar. Planungssicher sind hingegen Einsparungen beim eigenen Stromverbrauch, denn die gewonnene Energie wird natürlich auch selbst genutzt.
  • Finanzierungsmöglichkeiten
    Aufgrund der hohen Anschaffungskosten werden Photovoltaikanlagen in der Regel über Kredite finanziert. Besonders kostengünstige Modelle gibt es von der staatlich geförderten KfW-Bank. Hierüber sind Finanzierungen bereits zu Zinssätzen ab 1 Prozent möglich.
  • Wirkungsgrad
    Die Leistung der Photovoltaikanlage selbst hat ebenfalls einen Einfluss darauf, ob und wenn ja wann sich die Investition lohnt. Achte hier vor allem auf die Leistung der Module, die Ausrichtung und die richtige Neigung.
  • Lage
    Eng mit dem Wirkungsgrad verbunden ist dein persönlicher Wohnort. Denn im Süden Deutschlands sind die Sonnenstunden pro Jahr signifikant höher als im Norden. Natürlich gibt es weitere regionale Unterschiede, die du unbedingt berücksichtigen musst.

Mit Ausnahme der Intensität der Sonnenstrahlung, die jedes Jahr schwankt, sind alle Wirtschaftlichkeits-Faktoren mehr oder minder gut planbar. Nützliche Rechner für die Rentabilität von Solaranlagen findest du beispielsweise unter: http://www.photovoltaik-foerderung.net/solarrechner.html oder http://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/leistung. Nutze am besten immer gleich mehrere Rechner, um die Ergebnisse zu überprüfen.

Fazit: Photovoltaikanlage kann sich lohnen

Photovoltaikanlagen erzeugen mittels Sonnenenergie Strom. Davon kannst du profitieren, indem du eine entsprechende Anlage auf deinem Dach installierst. Ob diese Investition anschließend lohnenswert ist, hängt vor allem vom Standort der Anlage ab. Daher solltest du entweder kostengünstige Beratung bei der Verbraucherzentrale beantragen oder kostenlose Online-Rechner nutzen. Fakt ist generell aber, dass sich die Installationen derzeit durchaus lohnen, was auch an den staatlichen Förderungen liegt.

Die 9 größten Stromfresser im Haushalt

Die Deutschen verbrauchen seit Jahren immer weniger Strom und doch gibt es immer einige versteckte noch Stromfresser im Haushalt. Wenn Du diese erfolgreich aufspürst, kannst Du im Jahr einige hundert Euro sparen. Die 9 größten stellen wir Dir im Folgenden vor.

Stromverbrauch

Haushalte verbrauchen seit Jahren weniger Strom und sind nur noch an Platz zwei der größten Verbraucher in Deutschland. (Quelle der Grafik: Yellow Strom)

Veraltete Heizungspumpen – der größte Stromfresser im Haushalt

Natürlich verbraucht auch eine Heizung Strom und das sogar nicht zu knapp. Rund 150 Euro zahlst Du pro Jahr nicht für Gas, Pellets oder Öl, sondern allein für den Betrieb der Heizpumpe. Alte Modelle verbrauchen dabei zwei- bis dreimal so viel Strom, wie neue und hochwertige Heizungspumpen. Abhilfe kannst Du schaffen, indem du Dein altes Heizsystem komplett gegen moderne Pelletheizungen oder Wärmepumpen austauschst. Das kostet viel Geld, spart auf lange Sicht aber auch enorme Kosten. Alternativ lässt Du einfach nur die Heizungspumpe an sich tauschen.

Elektrischer Herd

Bei einem Haushalt mit drei oder vier Personen, entfallen zwischen 400 und 500 Kilowattstunden des Stromverbrauchs allein auf den Herd. Das macht pro Jahr schnell 100 Euro aus. Auch hier hilft vor allem der Austausch von alten Geräten gegen neue und effiziente Modelle. Meist sind die nicht nur günstiger im Unterhalt, sondern erleichtern auch das Kochen. Wasser wird schneller warm als bei alten Modellen, die erst etwas Anlaufzeit benötigten.

Alternativ zum Austausch kannst Du die Kosten ein Stück weit senken, indem Du Wasser schon vorher im Wasserkocher erhitzt. Auch frühzeitiges Abschalten des Herds und das anschließende Nutzen der Restwärme senkt den Verbrauch spürbar.

Lampen und Beleuchtung

Einer der größten Stromfresser im Haushalt ist die Beleuchtung. Natürlich musst Du nicht im Dunkeln sitzen, um hier Kosten zu sparen. Achte vor allem darauf, nicht benötigtes Licht immer abzuschalten. Das sollte nach Möglichkeit auch den eigenen Kindern klar gemacht werden, die Lampen nur allzu gerne anlassen, wenn sie das Zimmer verlassen.

Darüber hinaus lohnen sich auch hier Investitionen, die aber deutlich kleiner als bei Herd und Heizungspumpe sind. Hochwertige LED oder Energiesparlampen sparen im Vergleich zur Glühbirne enorm viel Geld. Ob sich LEDs oder Energiesparlampen besser eignen, hängt vom Einsatzort der Lampe ab.

Gefrierschrank

EnergielabelDieser Stromfresser im Haushalt dürfte keine Überraschung sein. Rund 75 Euro pro Jahr kannst Du hierfür im Budget durchaus einkalkulieren – wenn Du auf effiziente Modelle setzt. Schlechter sieht es vor allem bei Gefrierschränken aus, die schon seit mehr als einem Jahrzehnt im Keller stehen. Nach heutigen Standard würden sie glatt durchfallen. Besonders effiziente Geräte erkennst Du am EU-Energielabel, dass Du hier auch rechts in der Abbildung siehst. Die Klasse A bzw. A+++ ist dabei das Maximum. Das gilt übrigens nicht nur für Kühlschränke, sondern auch für alle anderen Elektrogeräte.

Die Stromkosten beim Gefrierschrank kannst Du weiter senken, indem die Kühltruhe in einem ohnehin kalten Raum steht. Dann muss weniger Energie aufgewendet werden, um für die Kühltemperatur zu sorgen. Auch regelmäßiges Abtauen hilft beim Energiesparen.

Kühlschrank

Natürlich ist nicht nur die Kühltruhe, sondern auch der Kühlschrank ein echter Stromfresser. Durchschnittlich kostet die Nutzung 60 Euro pro Jahr oder anders ausgedrückt: Der Kühlschrank verbraucht rund 330 Kilowattstunden an Strom. Diese hohen Kosten begründet sich vor allem damit, dass der Kühlschrank dauerhaft im Einsatz ist – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Kosten sparen kannst Du vor allem, indem der Kühlschrank direkt wieder geschlossen wird. Je mehr warme Luft in den gekühlten Bereich eindringt, desto mehr Energie muss wieder zum Abkühlen verwendet werden.

Fernseher

Plasma-Fernseher sind enorme Stromfresser. Rund 10 Cent kostet der Betrieb in der Stunde. Bei einer durchschnittlichen Laufzeit von zwei Stunden am Tag ergeben sich so Kosten von 73 Euro im Jahr. Der LCD-Fernseher ist hingegen deutlich stromsparender bei nahezu identischer Bildqualität. Nur 1,5 Cent in der Stunde und damit knapp 11 Euro pro Jahr kostet der Betrieb. Weiteres Einsparpotenzial ergibt sich, wenn der Fernseher immer komplett ausgeschaltet wird und nicht im Stand-by-Betrieb verbleibt. Eine Steckerleiste mit Schalter kann hier gute Dienste leisten.

Desktop-PC

ComputerNatürlich verbraucht auch der PC Strom, wobei die Kosten in etwa 2 bis 3 Cent pro Stunde betragen. Weil im Haushalt aber immer mehrere Computer verwendet werden und die tägliche Nutzungszeit schnell bei mehreren Stunden liegt, ergeben sich enorme Kosten. Laptops sind hier schon deutlich effizienter als der herkömmliche PC, verbrauchen aber immer noch Energie im Wert von einem halben Cent pro Stunde. Auch beim Laptop oder PC gilt daher: Der Stand-by-Modus ist absolut durch komplettes Ausschalten zu vermeiden.

Spülmaschine

Mit rund 45 Euro kostet der Unterhalt der Spülmaschine weniger als etwa beim Kühlschrank oder bei der Gefriertruhe. Dennoch solltest Du vor allem auf die volle Beladung der Maschine achten, um Geld dazu sparen. Nutze zudem vor allem das Ökowaschprogramm der Spülmaschine, das deutlich weniger Energie verbraucht, das Geschirr aber genauso sauber macht.

Waschmaschine

Auch die Reinigung von Kleidung schlägt teuer zu Buche. Eine 90-Grad-Wäsche verbraucht Strom im Wert von rund 50 Cent, bei 60-Grad sind es nur noch 40 Cent und die 40-Grad-Wäsche verursacht lediglich einen Aufwand von 35 Cent. Wenn möglich nutze also geringe Temperaturen beim Wäschen, um Geld zu sparen. Zudem solltest Du die Waschmaschine – genau wie den Geschirrspüler – stets voll beladen.

Wäschetrockner

Die frisch gewachsene Wäsche muss natürlich noch getrocknet werden – was im Wäschetrockner schnell 50 bis 70 Euro pro Jahr kostet. Gerade im Sommer bietet es sich an, die saubere Kleidung an der Luft trocknen zu lassen. So entstehen hierfür überhaupt keine Kosten und Du schonst gleichzeitig die Umwelt. Aber auch im Winter dauert das Trocknen meistens nur einen bis maximal zwei Tage, gerade bei T-Shirts oder Unterwäsche geht es sogar deutlich schneller.

Fazit: Effiziente Produkte nutzen und Stand-by-Modus vermeiden

Im Haushalt gibt es überall echte Stromfresser. Die tatsächlichen Kosten, die Spülmaschine, Herd und Co. verursachen, kennt aber fast kein Verbraucher. Zwischen 50 und 100 Euro werden pro Gerät im Jahr fällig. Kosten, die Du vor allem durch effiziente Geräte reduzieren kannst. Neue Produkte halbieren den Verbrauch in einigen Fällen sogar. Zudem solltest Du darauf achten, die Geräte wenn möglich komplett auszuschalten und den Stand-By-Modus unbedingt zu vermeiden.