Intelligente Steckdosen

Intelligente Steckdosen – sinnvolle Sparmöglichkeit oder unnötiges Gadget?

Immer mehr Gadgets sollen den Komfort im Haus erhöhen und dabei gleichzeitig noch für Sparmöglichkeiten sorgen. Vergleichsweise neu sind dabei die intelligenten Steckdosen, die Geräte steuern und vernetzen können. Wir stellen mehrere der Modelle vor, um die Sinnhaftigkeit der Innovationen zu verdeutlichen. Dabei sprechen wir allerdings keine Empfehlungen aus. Ob du dir eine intelligente Steckdose kaufen möchtest oder nicht, entscheidest du natürlich selbst.

Wie funktionieren intelligente Steckdosen?

Zwischen den einzelnen Modellen existieren teils große Unterschiede, das Grundprinzip bleibt allerdings gleich: Wer smarte Steckdosen verwendet, kann diese per Smartphone, Tablet oder PC steuern. Dadurch sollt es beispielsweises möglich sein, den heimischen Fernseher aus dem Urlaub heraus anzuschalten und so Einbrecher abzuschrecken. Auch die Kaffeemaschine kann am frühen Morgen aus dem Halbschlaf heraus angestellt werden.

Eine wichtige Frage ist dabei, ob die intelligente Steckdose beim Energiesparen hilft oder letztlich nur teure Spielerei ist. Wir prüfen diese Frage anhand von drei Steckdosen und zeigen den Funktionsempfang der smarten Gadgets.

FRITZ!DECT 200 aus dem Haus AVM

FRITZ! wie die bekannte Marke in der Eigenschreibweise heißt, ist eigentlich bekannt für die Herstellung von WLAN-Routern. Fast alle größeren Internetanbieter verschicken die hochwertigen Router beim Abschluss eines Vertrags direkt an Verbraucher. Doch das hinter der Marke stehende Unternehmen AVM produziert auch intelligente Steckdosen, die derzeit zu den beliebtesten überhaupt gehören. Ein Blick auf den Funktionsumfang:

  • Intelligente Steckdose FRITZ

    So sieht die intelligente Steckdose von FRITZ! aus. (Quelle: Amazon-Produktbild des Herstellers)

    Steckdose für das Smart Home

  • Automatisch oder manuelle Schaltung der Stromzufuhr möglich
  • Geräte bis 2.300 Watt anschließbar
  • Individuelle Einstellungen möglich – etwa täglich, wöchentäglich, rhythmisch, zufällig oder bei Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang (per Google-Kalender)
  • Steuerbar per PC, Smartphone oder Tablet
  • Benötigt WLAN-Verbindung zu einem FRITZ!-Router

Von technischer Seite weiß die Steckdose damit durchaus zu überzeugen. Schließlich lassen sich per Smartphone alle Funktionen einwandfrei nutzen. Über eine eigene App kann etwa das Licht oder der TV eingeschaltet werden – wenn du also unterwegs merkst, dass du das Bügeleisen angelassen hast, musst du nicht extra umdrehen.

Hinzu kommt, dass die Steckdose den Energieverbrauch misst. Auch Details zu Leistung, Verbrauch, Stromkosten und der CO2-Pilanz können sogar per Mail versendet werden. Dies ist beim Energiesparen hilfreich, haben viele Verbraucher doch gar keinen Anhaltspunkt dafür, wie viel Energie Haushalts- und Elektrogeräte verbrauchen.

Negativ zu beurteilen ist, dass eine FRITZ!-Box im Haushalt vorhanden sein muss. Zwar dürfte das auf die meisten Wohnungen zutreffen, rein technisch wäre der Zugang zu anderen Routern jedoch ebenfalls problemlos möglich. Außerdem ist die Box mit derzeit rund 44 Euro recht teuer. Weitere, gute Informationen und Lesererfahrungen gibt es bei Amazon: http://amzn.to/2vLnTRx.

Steckdose von URANT

Deutlich günstiger ist das Modell von URANT. Dieses ist bereits für unter 20 Euro zu haben, kann rein funktional aber ebenfalls überzeugen:

 

Die intelligente Steckdose von URBANT im Detail. (Quelle: Produktbild des Herstellers bei Amazon)

  • Alle Steckdosen des Herstellers lassen sich per App (Android oder iOS / Tablet) steuern, egal wo sich der Nutzer gerade befindet
  • Die Installation ist auch dann einfach, wenn du nicht technikaffin bist
  • Mit dem Smartphone können beispielsweise Zeitpläne festgelegt werden, wann sich die Steckdose aus- oder einschalten soll
  • Sofern die Anweisung nicht an die Dose übermittelt werden konnte, wird automatisch eine Fehlermeldung versendet

Auch die URANT WLAN Steckdose funktioniert nur, wenn eine Internetverbindung vorliegt. Allerdings muss die Steckdose nicht zwangsweise mit einem Router von URANT verbunden werden, sondern ist auch mit anderen Geräte kompatibel.

Im Vergleich zur Version von FRITZ! fehlen lediglich die Möglichkeiten zur Aufzeichnung des Stromverbrauchs, was sich letztlich natürlich im angesprochenen Preis niederschlägt. Wer mehr Informationen über die intelligente Steckdose einholen möchte, findet das Produkt und umfangreiche Nutzerwertungen ebenfalls bei Amazon: http://amzn.to/2uLbSy4.

Die nicht ganz so smarte Steckdose

Auch der bekannte Hersteller ANSMANN hat eine Steckdose auf den Markt gebracht, die streng genommen jedoch nicht in die Kategorie „intelligent“ fällt. Denn das Modell soll lediglich dabei helfen, den Standby-Modus von Geräten zu verhindern. Die Funktionen im Überblick:

  • Einfach, aber effizient – die intelligente Steckdose von URBANT. (Quelle: Produktbilder des Herstellers bei Amazon)

    Unnötige Standby-Modi, Strom- und Geldverschwendung soll effizient bekämpft werden

  • Die Steckdose nimmt alle angeschlossenen Geräte automatisch vom Netz, wenn ein Schalter betätigt wird
  • Die Energiesparsteckdose ist lernfähig, sie erkennt automatisch, wenn ein Gerät in den Standby-Modus übergeht

Vor allem der letztgenannte Punkt ist interessant, nimmt er dir doch viel Arbeit dann. Denn im Normalfall musst du zahlreiche Geräte wie TV, Laptop oder die Musikanlage manuell vom Strom nehmen, bevor du das Haus verlässt – zumindest wenn du effizient Strom sparen möchtest. Mit der Steckdose von ANSMANN ist das nicht mehr notwendig, weil der ineffiziente Standby-Modus direkt erkannt wird.

Dafür fehlen der Steckdose Funktionen anderer intelligenter Steckdosen wie etwa die Steuerung per Smartphone oder das Erkennen der verbrauchten Energie. Allerdings schlägt sich dies im günstigen Preis von nur 12 Euro ebenfalls nieder. Weitere Informationen bei Amazon: http://amzn.to/2vFHwMc.

Fazit: Lässt sich denn jetzt Strom sparen?

Generell können intelligente Steckdosen schon dazu genutzt werden, Strom einzusparen. Allerdings musst du dafür die Geräte meist immer noch manuell per App oder mittels automatisch Zeiteinstellungen ausschalten. Weil die Geräte selbst aber kaum Strom verbrauchen, steht unterm Strich ein Plus.

Aber: Gerade die intelligente Steckdose von FRITZ! ist mit ihren 44 Euro doch sehr teuer. Wenn du bedenkst, wie viele Elektronikgeräte du im Haushalt hast, rentiert sich die Anschaffung nicht. Aus rein wirtschaftlicher Sicht ist es deutlich lohnenswerter, die Geräte jeweils manuell auszuschalten oder die „weniger intelligente“ Steckdose von ANSMANN zu verwenden. Denn diese fokussiert sich ausschließlich aufs Energiesparen, lässt Spielereien wie etwa die Bedienung per Smartphone aber komplett außen vor.

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