Nachhaltiges Investment

Nachhaltiges Investment: mit erneuerbaren Energien Rendite erzielen

Eine Studie zeigt, dass über 50 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Erneuerbare-Energie-Projekte investieren würden. Für ein nachhaltiges Investment sprechen dabei nicht nur finanzielle, sondern vor allem auch ökologische Aspekte. Den Anlegern geht es nicht mehr allein um Rendite. Auch Umweltschutz und regionaler Bezug sind wichtige Kennzahlen bei der Investitionsentscheidung. Grund genug, das Thema „Nachhaltiges Investment“ näher zu betrachten.

Finanzielle Beteiligung an Erneuerbare-Energie-Projekten

Das Büro Hitschfeld hat insgesamt 1.000 Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Meinung im Hinblick auf nachhaltige Energieprojekte befragt. Konkret ging es darum, ob sich die Befragten ein eigenes Investment vorstellten könnten. Das Ergebnis: 53 Prozent der Teilnehmer stehen einer Investition sehr offen gegenüber.

  • Eine große Rolle bei den Investments spielen Dezentralität und Bürgernähe.
  • 77 Prozent der Befragten könnte sich eine Beteiligung an den Stadtwerken vorstellen oder würde in Bürgerstrommodelle investieren.
  • Angebote von Großunternehmen in diesem Bereich werden nur von rund einem Viertel der Befragten in Betracht gezogen.
  • Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer möchten erneuerbare Energien auch selbst nutzen.

Wie kann überhaupt in Erneuerbare Energien investiert werden?

Die vorgestellte Studie hat ausschließlich das Thema von größeren, regionalen Energieprojekten untersucht. Beispielsweise geht es um Beteiligungen an Windparks oder Effizienzmaßnahmen am Stromnetz. Das sind jedoch bei Weitem nicht die einzigen Möglichkeiten, um in Erneuerbare Energien zu investieren:

  1. Eigener Verbrauch
    Mittlerweile ist es spielend leicht möglich, den eigenen Energieverbrauch teilweise oder gar vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Genutzt wird hierbei vor allem Solarenergie, die zum Beispiel über Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach gewonnen wird. Aber auch die eigene Heizung kann beispielsweise dank Pellets vollständig aus regenerativen Quellen befeuert werden. Das Investment ist dabei gleich aus doppelter Hinsicht lohnenswert. Zum einen wird der Energieverbrauch durch den Einsatz neuer Technologien gesenkt, was Stromeinsparungen mit sich bringt. Zum anderen fördert der Staat die Nutzung von erneuerbaren Energien jedes Jahr mit vielen Milliarden Euro.
  2. Finanzmärkte
    Immer wichtiger wird das Thema „nachhaltiges Investment“ auch an den Börsen. Anlegern bieten sich hier verschiedene Möglichkeiten wie beispielsweise nachhaltige Fonds oder Investments in Unternehmen, die Forschung & Entwicklung in diesen Bereichen betreiben.
  3. Crowdinvestment
    Kleinere, aber ebenfalls äußerst interessante Projekte finanzieren sich meist nicht über die Börse. Daher sind Crowdinvestment oder Crowdfunding im Bereich Nachhaltigkeit sehr beliebt. Auf bekannten Plattformen stellen die Unternehmensgründer ihre Ideen detailliert vor und werben für das Geld der Nutzer. Beim Crowdinvestment erhalten die Kapitalgeber entweder Unternehmensanteile oder vergeben ein Darlehen an die Konzerne. Beim Crowdfunding wird das Geld hingegen an das Projekt gespendet.

Nachhaltiges Investment an den Börsen im Fokus

Für dich sind vor allem die ersten beiden Möglichkeiten sehr interessant, um von erneuerbaren Energien in finanzieller Hinsicht zu profitieren und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Wie du beispielsweise deine Heizung oder die ganze Immobilie mit erneuerbaren Energien betreiben kannst, haben wir dir bereits an vielen Stellen im Blog gezeigt. Daher geht es im Folgenden vor allem um die Chancen, die sich dir auch an den Aktienmärkten durch erneuerbare Energien bieten.

Generell solltest du als Kleinanleger vor allem in Fonds oder ETFs investieren. Das ist deutlich risikoärmer als eine Anlage in einzelne Unternehmen in Form von Aktien. Kommt es zu einer Unternehmenskrise, ist dein Kapital sonst stark in Gefahr. Gerade in der Branche der erneuerbaren Energien wird es in den nächsten Jahren einige Unternehmenspleiten geben, weil die Konzerne oftmals von einer einzigen Idee abhängig sind. Aber: Es wird auch viele Unternehmen geben, die hohe Gewinne erzielen werden.

Unterschied Fonds und ETFs
Fonds ETFs
Zusammensetzung Bestehen aus vielen verschiedenen Unternehmensaktien oder -anleihen Bestehen aus vielen verschiedenen Unternehmensaktien oder -anleihen
Dynamik Die Zusammensetzung wird aktiv vom Fondsmanager verändert, wenn dieser das für sinnvoll hält ETFs verändern sich nicht
Kosten Hoch, da der Fondsmanager für seine Dienstleistung bezahlt werden muss Gering, weil kein aktives Management erfolgt
Eigeninitiative Gering, der Fondsmanager übernimmt alle Aufgaben für den Anleger Hoch, der Anleger muss regelmäßig selbst überprüfen, ob sich das Investment noch lohnt
Wie handelbar? Anteile werden über die eigene Bank/Broker gekauft Anteile werden über die eigene Bank/Broker gekauft

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Börsenbereich?

Im Jahr 2014 hat die Stiftung Warentest zahlreiche nachhaltige Fonds unter die Lupe genommen. Das Resultat: Nur eine Handvoll konnte wirklich überzeugen. Die Fonds entpuppen sich bei genauerer Betrachtung häufig als Mogelpackung. Ein Beispiel: Der Energiekonzern RWE investiert in nachhaltige Technologien. Folglich kann er grundsätzlich in einen nachhaltigen Fonds aufgenommen werden, schließlich fördert RWE den Einsatz erneuerbarer Energien. Niemand würde aber auf die Idee kommen, RWE als wirklich nachhaltig zu bezeichnen. Das Unternehmen verdient immer noch Milliarden mit dem Einsatz fossiler Brennträger.

Es existiert schlichtweg kein gesetzliches Gütesiegel für nachhaltige Fonds. Daher müssen sich Anleger selbst auf die Suche nach guten Anlageprodukten machen oder sich von einem Bankangestellten beraten lassen. Zudem gilt es zu beachten, dass „Nachhaltigkeit“ nicht nur auf Umweltschutz und erneuerbare Energien abzielt. Einige der Fonds investieren auch in Unternehmen, die etwa ihre Mitarbeiter besonders gut behandeln, einen weiten Bogen um Kinderarbeit machen oder sich politisch engagieren.

Als besonders nachhaltig mit dem klaren Fokus auf erneuerbaren Energien haben sich folgende drei Fonds herausgestellt:

(Quelle: finanzen.net)

(Quelle: finanzen.net)

 

Wie du sehen kannst, war die Wertentwicklung aller drei Fonds in den letzten Jahren sehr positiv. Das Verhältnis aus Rendite und Nachhaltigkeit stimmt hier also. Denn der Gewinn ist natürlich immer noch ein wichtiger Faktor, auch wenn du in nachhaltige Unternehmen investieren möchtest. Wenn du mehr über die Fonds erfahren möchtest, empfehlen wir dir einen Blick auf finanzen.net. Hier findest du ausführliche Informationen. Auch bei deiner eigenen Bank kannst du die Investments erwähnen und vom Anlageberater untersuchen lassen.

Fazit: Nachhaltiges Investment in der eigenen Immobilie oder an der Börse

Nachhaltig investieren kannst du auf vielfältige Art und Weise. Besonders die eigene Immobilie eignet sich für Investitionen. Aber auch an der Börse finden sich mittlerweile einige Fonds und ETFs wieder, die das Geld der Anleger in nachhaltige Unternehmen investieren. Anleger müssen dabei aber immer beachten, dass nicht alle Fonds halten, was sie versprechen. Es empfiehlt sich daher, genauere Informationen auf Fachportalen einzuholen oder den eigenen Bankberater zu konsultieren. Als erste Anhaltspunkte können dabei die vorgestellten Fonds dienen.

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